Lautheit

Lautheitsanpassung nach EBU R128/ITU-R BS.1771
Diese Funktion befindet sich im Menü „Effekte“ > „Amplitude“ > „Lautheitsanpassung“ und ersetzt die bisherige Lautheitsanpassung. Sie können damit Objekte oder Audiodateien nach EBU R128/ITU-R BS.1770/1771 normalisieren.
 

Dynamikbegrenzung (Loudness Range Normalisierung)
Die Dynamikbegrenzung ist Teil des Dialogs für die Lautheitsanpassung und ermöglicht die Begrenzung der Dynamik von Objekten, um Lautheitsunterschiede innerhalb Ihres Audiomaterials auszugleichen.

Lautheitsanpassung in Stapelverarbeitung
Auch in der Stapelverarbeitung im Menü „Bearbeiten“ ist die Lautheitsanpassung einsetzbar. Damit kann eine große Anzahl von Dateien automatisch auf einen gewünschten Lautheitswert gebracht werden.


Lautheitswerte berechnen

Diese Funktion befindet sich im Menü „Bearbeiten“ und berechnet die Lautheit für das gesamte Projekt oder den gewählten Bereich. Anschließend werden die Lautheitswerte in einem Textdialog angezeigt. In diesem Dialog finden Sie auch die Funktion "Programmlautheit mit Master-Volume korrigieren", durch die Sie eine Anpassung der Lautstärke im Stereo Master/Surround Master vornehmen können.

Ordner überwachen mittels Watch Folder
Mit der Watch-Folder-Funktionalität können Sie ausgewählte Ordner überwachen. Dabei werden neu in die ausgewählten Ordner hinzugefügte Dateien automatisch mit bearbeitet (beispielsweise mit Lautheitsanpassung). Der Aufruf ist auch über die Kommandozeile möglich.

LC1 – Continuous Loudness Control (Demoversion)
Unter „Effekte“ > „MAGIX Plug-ins“ finden Sie eine Demoversion des LC1. Der LC1 entstand in Kooperation mit dem Institut für Rundfunktechnik (IRT) und ist das weltweit erste Plug-in, das Anpassungen von Lautheit und Lautheitsdynamik (LRA) in Echtzeit vornehmen kann.

In der Demoversion wird dem Signal alle 30 Sekunden für etwa 10 Sekunden ein leichtes Rauschen hinzugefügt.

Weitere Informationen zum LC1 finden Sie hier.


True Peak Limiter für sMax11
Diese Funktion erweitert den sMax11 um die „True Peak“-Funktion nach ITU-R BS.1770. Bei der Limitierung des Signals werden damit auch Inter-Sample-Peaks berücksichtigt, damit es bei der Rekonstruktion des Audiomaterials am analogen Ausgang nicht zu Übersteuerung oder Verzerrungen kommt.

Audio analysieren im Dateimanager
Mit dieser Funktion berechnen Sie Lautheitswerte für alle gewählten Dateien. Sequoia zeigt Ihnen einen Report an. Der Aufruf erfolgt über Rechtsklick auf eine Datei im Dateimanager.


Berechnete Lautheitswerte und deren Verläufe im geöffneten Loudnessmeter anzeigen

Kompaktdarstellung Lautheit
In der Kompaktdarstellung sehen Sie die Lautheitswerte gemäß EBU R128 mit farblicher Signalisierung bei Werteüber- oder Unterschreitung. Diese Anzeige kann in den Lautheitseinstellungen aktiviert werden.

Lautheitsanpassung für Datenbank-Audioexport
Automatische Lautheitsanpassung für Stereo-Audioexport in DAVID DigAS und SCISYS dira!Highlander Datenbanken.


Globale Lautheitseinstellungen in den Systemoptionen
Unter „Effekte“ > „Lautheit“ bestimmen Sie die Einstellungen der Lautheitsberechnung für Dateimanager, Trackbouncing und Datenbankexport. Außerdem legen Sie hier die Speicheroptionen für die Lautheitswerte im XML-Protokoll fest. XML-Dateien werden bei Export, Bounce, Stapelverarbeitung oder Berechnen von Lautheitswerten angelegt, wie Audiodateien benannt und enthalten getrennte Daten für Stereo- und Surround-Streams. Lautheitswerte können beim Speichern auch in BWF-Dateien nach EBU Tech 3285 geschrieben werden.

XML-Dateien

  • Neue Struktur für XML-Dateien, Unterstützung von UTF-8.
  • Qualitätsparameter „Stille“, „Zu hohe Dynamik“ und „Zu leise“ werden in Datei.error.xml gespeichert.
  • XML-Dateien werden jetzt inklusive Dateiendung der Audiodatei benannt, z. B. datei.wav.xml oder datei.mp3.xml, um ein Überschreiben gleichnamiger Dateien zu vermeiden, die durch andersformatige Audiodateien entstanden sein können
  • XSL-Interpretationsdateien für XML unter ProgramData\MAGIX\Sequoia\fx-preset\Visualization\XSLT\ enthalten Werte zu Lautheit, PPM und Qualitätskriterien. Ein Doppelklick auf eine XML-Datei öffnet die Ansicht im Web Browser.

 

Import/Export von ISRC in Broadcast-Wave-Dateien

  • Export in Broadcast-Wave-Dateien nach EBU Tech 3352
  • Die ISRC werden beim Export mit der Exporteinstellung „Jeden CD-Titel in eine Datei“ in die Wave-Dateien geschrieben.
  • Im Broadcast Wave Manager wird der ISRC von Wave-Dateien angezeigt und kann bearbeitet werden.
  • Nach dem Laden von Wave-Dateien in ein Mastering-Projekt (sequentiell in der ersten Spur), können über die Funktion „Indizes an Objektkanten setzen“ automatisch CD-Indizes gesetzt werden, die den jeweiligen ISRC enthalten. Diese werden beim CD-Brennen oder DDP-Export des Projekts verwendet und müssen nicht mehr manuell eingetragen werden.
  • Beim CD-Import in einzelne Wave-Dateien wird der BWF-ISRC-Eintrag in die Wave-Dateien geschrieben.
  • Darstellungsoption zur ISRC-Anzeige in Objekten

Freies Plug-in Routing

  • Keine Reihenfolgebeschränkungen für interne Effekte und VST-Plug-ins mehr. Nun können Sie die Plug-in-Reihenfolge beliebig ändern. (Ausnahme: Objekt AUX-Sends bleiben weiterhin an letzter Position).
  • Interne Effekte können jetzt mehrfach pro Spur/Objekt verwendet werden. (Ausnahme: EQ, Dynamics, Distortion, Delay).
  • Surround-Effektreihenfolge kann geändert werden. Dabei werden die Plug-ins in den einzelnen Kanälen immer vor den Surround-Effekten berechnet. Hinweis: Die neue Funktionalität ist inkompatibel zum bisherigen Verhalten älterer Programmversionen.

Mixer-/Effekt-Routing

  • Objekt-Panorama-Funktion nutzt jetzt denselben Dialog wie Spur- und AUX-Panner: Stereo-Editor. Damit stehen Ihnen erweiterte Panning-Möglichkeiten (Panning Law, Presets, Copy L->R, R->L) zur Verfügung.
  • Phaseninvertierung wird jetzt immer an der Position des Stereo-Editor-Moduls berechnet
  • Hinweis: Die neue Funktionalität ist inkompatibel zum bisherigen Verhalten älterer Programmversionen
  • Auf Spurebene stehen jetzt auch zwei neue Panning-Modi „2 Channel Panorama“ und „2 Channel Volume“ im Stereo-Editor bereit. Wenn Sie diese Modi benutzen, steht Ihnen jedoch die Möglichkeit der Automation des Stereo-Editors nicht zur Verfügung (die Automationskurve wird deaktiviert).
  • Ungültige Ausgabe- und Aufnahmegeräte werden jetzt nicht mehr automatisch beim Laden korrigiert. Damit kann in einem Projekt das Routing auf mehrere Ausgänge erhalten werden, selbst wenn an der bearbeitenden Workstation nicht genügend Audioausgänge zur Verfügung stehen.

MP3/AAC-Vorhör-Plug-in

In der Master Plug-ins-Sektion unter „Encoder-Vorschau“ steht Ihnen ein Encoder Preview Plug-in zur Verfügung, mit dem Sie Projekte, die für einen AAC- oder MP3-Export vorgesehen sind, bereits während der Bearbeitung mit den Einstellungen des Encoders vorhören können. Im Dialogfenster können Sie die aktuellen Export-Einstellungen direkt verändern. Beim Mastering-Prozess erhalten Sie so die Möglichkeit, die Eigenheiten des Encoders zu berücksichtigen und die Qualität entsprechend den Erfordernissen (z. B. „Mastered for iTunes“) anzupassen.

Spectral Cleaning

  • Spurauswahl im Spectral-Cleaning-Dialog: Nun können Sie wählen, welche Spur angezeigt und bearbeitet werden soll
  • Individuelle Bearbeitung einzelner Spuren
  • Referenzspur: Sie können optional Änderungen der ausgewählten Spur auf alle anderen Spuren der Mehrspurauswahl anwenden
  • Dialog geöffnet lassen: Außerdem haben Sie die Option, den Dialog nach einer Berechnung geöffnet zu lassen
  • Die „Schließen“-Schaltfläche schließt den Dialog. Eventuell vorher durchgeführte Berechnungen bleiben erhalten, können aber über die „Rückgängig“-Funktion im Projekt zurückgesetzt werden.
  • Das „Enter“-Tastaturkürzel führt die Berechnung aus. Je nach eingestellter Option schließt der Dialog oder bleibt nach der Berechnung geöffnet

Weitere neue Funktionen

  • Neuer Befehl: Menü „Wiedergabe“ > „Abspielmarker verschieben“ > „Zum Peak-Wert aller selektierten Objekte“: Der Abspielmarker springt zu der Stelle mit dem höchsten Peak-Wert.
  • AAC-HE Export mit erweiterten Optionen
  • Makros: „hms“ kann als Zeiteinheit für timeedit. Befehle verwendet werden
  • Makros: „mset.name xxxx“ setzt Marker mit Namen „xxxx“
  • Neues VIP wird nach Anlegen sofort abgespeichert (z. B. um falsche Pfade zu vermeiden)
  • Nun können Sie den Standard-Timestreching-/Pitchshifting-Algorithmus für neue Objekte unter „Systemeinstellung“ > „Effekte“ > „Resampling/Bouncing“ einstellen.
  • Neue Systemoptionsseite „Automation“
  • Remote Login: Nun können Sie sich auch mit dem lokalen Admin-Passwort in ein beliebiges Remote-Profil einloggen
  • Anpassungen für Hardware Controller, insbesondere EUCON
  • Alle von der 32-Bit-Version unterstützen Videoformate werden jetzt auch in der 64-Bit-Version geladen
  • Verbesserte Crash-Auswertung mit Eingabe eines Kommentars und direktem Versenden von Crash-Dumps (falls eine Internet-Verbindung vorhanden ist)