Objektorientierte Arbeitsweise
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Über die klassischen spurbezogenen Bearbeitungsmöglichkeiten hinaus gibt es in Samplitude Pro X auch die Bearbeitung auf Objektebene. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der Mischung oder z.B. beim Sound Design. Das Audiomaterial lässt sich in beliebig viele Objekte zerschneiden und auf den Spuren frei verschieben. Jedes Objekt kann mit individuellen Fades und Effekten bearbeitet werden, z.B. Equalizer, Timestretching, Pitchshifting oder VST Plug-ins. Sogar Aux-Sends auf Objektebene sind möglich. Das bedeutet, der Aux-Send ist nur auf diesem Objekt aktiv. Objekte lassen sich sogar einzeln freezen! Dadurch wird eine meist zeitaufwendiger zu bedienende Automation hinfällig. Der Objekt-Editor bietet Echtzeitzugriff auf alle Einstellungen jedes Objekts. Für noch mehr Übersicht gibt es auch einen Objektmanager, der Ihnen auf einen Blick alle Objekte nach Spuren aufgeteilt anzeigt. |
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Nicht destruktives Editing
Nahezu alle Bearbeitungen können virtuell, also ohne eine Audio-Datei destruktiv zu verändern, erfolgen. Selbst eine simple Normalisierung, die üblicherweise umständlich in die betreffende Datei eingerechnet werden muss, kann in Samplitude und Sequoia in einer nicht-destruktiven Einstellung vorgenommen werden. Der Vorteil dieser Arbeitsweise ist die effektive Zeitersparnis – man hört sofort das Ergebnis – und die absolute Freiheit bei der Bearbeitung. Jeder Schritt, jede Einstellung kann später beliebig geändert und rückgängig gemacht werden.


Bereiche & Marker
Bereiche dienen üblicherweise zur Festlegung von Abschnitten, mit denen sich wichtige Edit-Operationen, wie Schneiden, Kopieren, Normalisieren usw. ausführen lassen. Dies ist auch in Samplitude Pro X der Fall.
Allerdings wurde die Steuerung der Bereichsfunktionen sehr stark ausgebaut. Kaum eine Manipulation, die sich nicht ausführen lässt. So können Bereiche per Drag & Drop mit der Maus sampleexakt aufgespannt, in beliebiger Anzahl gespeichert und die Bereichskanten per Maus und Tastatur genau verschoben werden.
Neben der direkten Steuerung über die Transportkontrolle, steht ein komfortabler Marker-Manager zur Verfügung, der insbesondere bei der Übersicht eines CD-Layouts, mit Möglichkeiten für CD-Index, CD-Text und ISRC-Code, gute Dienste leistet.


Spectral Editing auf Spurebene
Entfernen Sie Störgeräusche wie Husten oder Klatschen, ohne das Originalsignal hörbar zu beeinflussen. Das neue Spectral Editing ermöglicht eine komfortable Spektralbearbeitung auf Spurebene. Auf diese Weise können Korrekturen direkt im Arrangement vorgenommen werden, selbst ohne die Spektralanzeige aktiviert zu haben. Mit Hilfe eines Spektogrammes werden unerwünschte Geräusche schnell anhand Ihrer Farbdarstellung identifiziert und entfernt – ideal für die Entfernung kurzer, deutlicher Störgeräusche.


Mauswerkzeuge
Samplitude Pro X verfügt über eine Reihe verschiedener Maus-Modi. Dabei handelt es sich um Werkzeuge für die verschiedensten Aufgaben, wie Auswählen, Markieren, Schneiden, Automationskurven zeichnen oder Timestretching-/ Pitchshifting. Besonders interessant ist dabei der Universal-Mausmodus, bei dem die Mausfunktion je nach Position in oberer oder unterer Hälfte einer Spur wechselt. Während in der oberen Hälfte das Aufspannen und Verschieben von Bereichen durchgeführt wird, regelt die Betätigung in der unteren Hälfte das Selektieren, Verschieben und Duplizieren von Objekten.


Comping
Als Comping bezeichnet man das Kombinieren von mehreren Takes zu einem, "perfekten" Take. Im Take Composer werden alle aufgenommenen Takes einer Passage untereinander dargestellt und können so ganz einfach im Kontext des Gesamtarrangements verglichen werden. Für den Schnitt bietet der Take Composer ein speziell modifiziertes Scissor Tool.


Groove Extraction & Drum Replacement
Diese Funktion erweitert die Standard-Möglichkeiten der Quantisierungen, indem Rhythmus und Phrasierung von Aufnahmen oder Loops extrahiert werden und anschließend auf andere Aufnahmen angewendet werden können. Solche Groove Templates eignen sich unter anderem auch um Timingprobleme kreativ und passend zum Arrangement lösen. Auch das sogenannte Drum Replacement bietet Ihnen eine intuitive Methode der Songbearbeitung. Tauschen Sie ganz einfach bestimmte Instrumente einer Live-Schlagzeugaufnahme aus oder fügen Sie Audiomaterial hinzu. So können Sie zum Beispiel bei einer Schlagzeugaufnahme ein bestimmtes Element, wie Toms oder Snare, durch Audiofiles ersetzen oder zum Beispiel eine Bassdrum mit einem elektronischen Effekt austauschen.
